Studie „MobilitätsTRENDS 2014“ beleuchtet Preis-Leistungsbewertung Bahnen DACH

Mobilität hat seinen Preis – aber Preissteigerungen bei Bahnen werden besonders stark wahrgenommen.

BildDie Meldungen gehen allesamt in die gleiche Richtung: Das Reisen wird teurer, egal, ob es sich um die Kosten für den eigenen Pkw, die Bahn oder das Flugzeug handelt. In der Wahrnehmung der Öffentlichkeit ist das Verkehrsmittel Bahn davon besonders stark betroffen. Übrigens kein rein deutsches Phänomen: Besonders drastisch sind die Wirkungen im Nachbarland Schweiz.

„Wie werden unterschiedliche Verkehrsmittel aus Sicht der Verbraucher bewertet?“ und „Welche Trends bewegen den Mobilitätsmarkt?“ Diesen und anderen aktuellen Fragen geht die Studie „MobilitätsTRENDS 2014“ nach, eine Kooperationsstudie der exeo Strategic Consulting AG und der Rogator AG. Personen, die in den letzten 12 Monaten Reisen mit einer Entfernung von mehr als 50 km unternommen haben, sind die Kernzielgruppe der Studie. Im Rahmen der Studie „MobilitätsTRENDS 2014“ wurde ca. 4500 Personen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz befragt. Ein Fokus der Studie ist die Bewertung der Bahn im Wettbewerbsumfeld.

„Sowohl die Leistungen als auch die Preise der Bahnen werden in den jeweiligen Ländern sehr unterschiedlich bewertet – dies liegt an der unterschiedlichen Bedeutung der Bahn, aber auch an der spezifischen Wettbewerbssituation“, betont Prof. Dr. Andreas Krämer als Autor der Studie. Die wesentlichen Erkenntnisse können in folgenden Punkten zusammengefasst werden:
? Im Vergleich der untersuchten Länder schneidet die Bahn in Deutschland besonders kritisch ab. Dies betrifft einerseits die isolierte Leistung der Deutschen Bahn (DB), anderseits aber auch die Preise. Der Anteil der Befragten, die sich positiv äußerten (top-2), zeigt sich in beiden Facetten geringer als der Anteil kritischer Personen (low-2). Grund dafür ist im Wesentlichen ein problematisches Gesamtimage der Deutschen Bahn in der Öffentlichkeit. Es ist zu vermuten, dass insbesondere in den letzten 12 Monaten der verstärkte Wettbewerb mit Fernlinienbussen eher zu einer Schwächung des Gesamtbildes der DB im Markt geführt hat.
? Gegenüber der Deutschen Bahn zeigt sich für die ÖBB in Österreich ein positiveres Bild. Die Leistung des Staatsunternehmens wird zu 33 % als gut oder sehr gut (top-2) bewertet. Dem stehen 13 % schlechte Bewertungen gegenüber (low-2), so dass sich für die Leistungsbewertung insgesamt ein positiver Saldo ergibt. Demgegenüber ist die Bewertung des Preises eher ausgeglichen (20 % top-2 vs. 24 % low-2). Bahnreisen in Österreich sind zumindest für einen Teil des Netzes geprägt durch einen intensiven Wettbewerb der ÖBB mit der WESTbahn. Die WESTbahn bietet seit Dezember 2011 Bahnreisen zwischen Wien und Salzburg an, und zwar zu einem deutlich niedrigeren Preis als die ÖBB. Dies spiegelt sich auch in der Kundenwahrnehmung wieder. In Hinblick auf die Leistung wird die WESTbahn ähnlich zur ÖBB bewertet, in punkto Preis allerdings deutlich besser.
? Eine besonders stark unterschiedliche Bewertung zwischen Leistungs- und Preisdimension zeigt sich in der Schweiz. Die Leistung der SBB wird sehr gut beurteilt: Top-2-Werten von 45 % stehen Low-2-Werte von 15 % gegenüber, im Saldo ergibt sich eine deutlich positive Leistungsbewertung. In der Preisbewertung dreht sich das Bild komplett um. Grund dafür sind wahrscheinlich nicht nur die hohen Preise für das Bahnfahren in der Schweiz, sondern auch die wahrgenommenen Preiserhöhungen in der nahen Vergangenheit. Dies belegen die Studienergebnisse: Die Aussage „Die Kosten / Preise sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen“ wurde in der Schweiz für die Bahn in 77 % der Fälle bestätigt (Pkw und Swiss Airlines als Hauptwettbewerber kommen auf 47 % bzw. 31 % Zustimmung). Damit ist die wahrgenommene Preissteigerung der Bahn in der Schweiz auch deutlich höher als in den Nachbarländern Deutschland (Bahn DB: 63 %) und Österreich (Bahn ÖBB: 61 %).
? Unabhängig von der teilweise sehr kritischen Bewertung der SBB-Preise in der Schweiz, hat die Bahn im Nachbarland Schweiz eine deutlich stärkere (und positivere) Verankerung im öffentlichen Bewusstsein als in Deutschland. 56 % der Schweizer sind mit dem Verkehrsmittel Bahn insgesamt zufrieden. Die Vergleichswerte für Österreich (45 %) und Deutschland (27 %) sind um Klassen geringer. In allen drei Ländern reicht die Bahnbewertung nicht an den Pkw heran. Etwa 80 % der mobilen Bevölkerung sind länderübergreifend mit dem Pkw als Verkehrsmittel zufrieden.

Wie die Studienergebnisse zeigen, ist die Preis-/Leistungs-Bewertung der Bahn als wesentlicher Wettbewerber zum Pkw und zum Flugzeug in den untersuchten Ländern sehr unterschiedlich. Die wahrgenommenen Preissteigerungen betreffen die Bahnen besonders stark, wobei nicht nur tatsächliche Veränderungen der realen Preise, sondern vor allem die gefühlten Preise im Wettbewerbsumfeld eine Rolle spielen.

Weiterführende Informationen sind bei den Verantwortlichen der Studie erhältlich:

Prof. Dr. Andreas Krämer
exeo Strategic Consulting AG
Wittelsbacherring 24, D-53115 Bonn
Tel: +49 (0) 178 256 22 41
Fax: +49 (0) 228 629 78 51
andreas.kraemer@exeo-consulting.com
www.exeo-consulting.com

und

Johannes Hercher
Rogator AG
Emmericher Straße 17, D-90411 Nürnberg
Tel: +49 (0) 911 8100-558
Fax: +49 (0) 911 8100-570
j.hercher@rogator.de
www.rogator.de

Die Studie Mobilitätstrends untersucht seit 2013 Reiseverhalten und Reisetrends. Studienauszüge zu den Untersuchungsthemen Fernlinienbusse, Carsharing, Antriebsformen beim Neuwagenkauf, etc. finden SIe hier: www.rogator.de/unternehmen/studien

Über:

Rogator AG
Frau Daniela Käpplinger
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Deutschland

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fax ..: 0911-8100570
web ..: http://www.rogator.de
email : d.kaepplinger@rogator.de

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